Wie funktioniert Bio bei uns vor Ort?

Besuch eines Biobauernhofes mit Umweltministerin Priska Hinz

Die Grüne Jugend Lahn-Dill lädt herzlich ein zum Besuch des Biobauernhofs Busch in Wald-solms/Brandoberndorf.

Wie funktioniert biologische Landwirtschaft? Ist Bio gleich Bio? Und welche Vorteile bietet uns der Kauf von regionalen Produkten?


Diesen und vielen weiteren Fragen wollen wir gemeinsam auf den Grund gehen,

am Mittwoch, den 29. Juli 2015 ab 16:30 Uhr
auf dem Biolandhof Busch, Falkenweg 3, 35647 Waldsolms/Brandoberndorf.


Es erwarten uns die Familie Sponsel-Busch, die den Bauernhof betreibt, sowie die Hessische Umwelt-ministerin Priska Hinz, mit deren Hilfe wir einen anschaulichen und fachkundigen Einblick in das Thema biologische und regionale Landwirtschaft erhalten werden.
Bei Interesse und Nachfragen bitten wir um eine kurze Rückmeldung an mail@gjldk.de

Grüne Jugend wählt neuen Vorstand

Die Grüne Jugend Lahn-Dill wählte vergangene Woche einen neuen Vorstand. Ohne Gegenstimmen wählten die Mitglieder des Kreisverbandes Thorben Sämann erneut ins Amt des Sprechers sowie Helen Buhr in das der Sprecherin. Ebenfalls wurde Mosche Lückhof als Schatzmeister bestätigt, außerdem Anna Daniel ein zweites Mal als Beisitzerin. Neue Mitglieder des sechsköpfigen Vorstands sind Emelie Ronge und Albin Drescher als Beisitzerin und Beisitzer. Als Beisitzerinnen verabschiedet wurden Sophie Göbel und Merle Uhl.  Der neue Vorstand zeigt sich optimistisch, wie sich bei der Planung des neuen Jahres zeigte. „Wir werden versuchen, dieses Jahr so interessant und vielseitig wie möglich für die Grüne Jugend Lahn-Dill zu gestalten.“, äußerte sich Helen Buhr. Thorben Sämann ergänzte: „Bei allem was wir vorhaben, haben wir aber auch schon die Kommunalwahl 2016 im Blick, bei der wir möglichst viele junge Menschen für grüne Politik begeistern wollen.“

 

Veranstaltung: Was tun gegen den IS? Ein Reisebericht aus dem Nordirak

 

Seit Juni dieses Jahres beherrschen die Berichte über den Vormarsch des sog. Islamischen Staates in Syrien und Irak (ISIS), der sich seit geraumer Zeit nun Islamischer Staat (IS) nennt, die Medien. Die unerträglichen Berichte über Gräueltaten an Jesiden, Christen und anderen ethnischen und religiösen Minderheiten reißen nicht ab. Im Nordirak sind nach Ansicht der UN noch immer Tausende Jesiden, aber auch Christen und andere ethnische und religiöse Minderheiten der unmittelbaren Gefahr von Massakern durch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ausgesetzt. Ein Ende des Vormarschs der sog. IS scheint nicht in Sicht, auch wenn die kurdischen Kämpfer nun auch deutsche Waffen bekommen sollen und auch US – amerikanische militärische Hilfe vor Ort ist. Während die deutsche Politik über die Frage der Waffenlieferungen diskutiert, sprechen Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International (AI) und Human Rights Watch (HRW) von Hunderten, möglicherweise sogar Tausenden Frauen und Kinder und zahlreiche Männer der jesidischen Minderheit, die seit dem Einmarsch der IS-Truppen in dem Gebiet entführt wurden. Frauen und Mädchen werden wie Sklavinnen gehalten, Vergewaltigung als Mittel der Kriegsführung kommt systematisch zum Einsatz. Die beiden Menschenrechtsorganisationen stellen in ihren Berichten fest: Es handelt sich um versuchten Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Im Norden Iraks selbst wird von ca. 1,8 Mio. Flüchtlingen und Binnenvertriebenen gesprochen. Die Nachbarländer Iraks und Syriens zerbrechen ebenfalls unter der Last der Menschen, die inzwischen nach Jordanien, in den Libanon und in die Türkei geflüchtet sind. Insgesamt haben die Staaten zusammen mehr als 3 Mio. Menschen aufgenommen. Auch Hessen hat bereits viele Flüchtlinge aus der Region aufgenommen. Nun fliehen die syrischen Flüchtlinge vor dem sog. IS aus dem Irak weiter in die Türkei. Die Türkei hat teilweise ihre Grenzen geschlossen. Versagt die Weltgemeinschafte erneut? Erleben wir ein weiteres Mal einen Völkermord wie in Ruanda oder wie in Srebrenica? Die flüchtlingspolitische Sprecherin der Grünen im Hessischen Landtag Mürvet Öztürk, besuchte im vergangenen September den Nordirak. Sie hat dort Vertreter der Minderheiten, Menschenrechts-organisationen gesprochen und sich ein Bild über die extrem schwierige Lage der Flüchtlinge gemacht. Wie ist die Situation vor Ort im Nordirak, was brauchen die Menschen? Wie können sie sich schützen? Was ist der Islamische Staat, wie finanziert er sich? Was können wir hier vor Ort tun um nicht hilflos zuschauen zu müssen? Müssen wir mehr Menschen aufnehmen? Wollen die Menschen überhaupt ihre Heimatregion verlassen? Was bedeutet die Entwicklung im Irak und Syrien für uns hier in Hessen?

Probleme an Goetheschule nicht verschweigen

Zu Beginn des neuen Schuljahres fordert die Grüne Jugend Lahn-Dill, Probleme an Hessens größtem Oberstufengymnasium nicht zu verschweigen. „In der öffentlichen Debatte steht seit Jahren der bauliche Zustand des Gebäudes, nicht aber die weit unterdurchschnittlichen Abiturleistungen der Schüler“, so Thorben Sämann, Sprecher der Grünen Jugend Lahn-Dill. Anhand der Veröffentlichungen des hessischen Kultusministeriums ergibt sich für die letzten 5 Schuljahre ein erschreckendes Bild. In jedem Jahr lag die Abiturdurchschnittsnote an der Goetheschule weit hinter dem Landesschnitt. Noch drastischer verhält es sich bei den Abiturbestleistungen. Während im Landesschnitt 1,45% der Schüler ihr Abitur mit der Bestnote abschließen, gelang dies nur 0,11% der Goetheschüler. „Dies steht im krassen Widerspruch zu den angeblich herausragenden Leistungen der Schule. Durch das landesweit gleiche Zentralabitur müsste sich guter Unterricht auch in guten Abiturergebnissen wiederspiegeln“, so Sämann. Entsetzt zeigt sich die Grüne Jugend von daher über die stolzen Aussagen des ehemaligen Schulleiters Grebe, die Goetheschule habe sich auf keine „Noteninflation eingelassen“, über die in den verschiedenen Medien im Zusammenhang mit dem Zentralabitur berichtet wurde. „Es ist nicht Herr Grebes Aufgabe, einen bundesweiten Trend auf Kosten seiner Schüler aufhalten zu wollen. Durch die schlechten Noten benachteiligt er seine Schüler auf unfaire Weise, da ihnen so der hart umkämpfte Zugang zu zulassungsbeschränkten Studiengängen erschwert wird. So wird der Sinn des Zentralabiturs ad absurdum geführt“, führt Sämann aus. Möglich ist dies, da die drei landesweit vergleichbaren, schriftlichen Abiturprüfungen nur 20% der Abiturendnote ausmachen. Über die restlichen 80% wird an der Schule entschieden. „Immer wieder werden von Ehemaligen, sowie von Vertretern von Universitäten und Arbeitgebern, die guten Leistungen an der Schule gelobt. Im Sinne des Zentralabiturs sollten dann aber auch diese guten Leistungen mit gerechten Noten belohnt werden“ schließt Sämann ab. Die Grüne Jugend Lahn-Dill freut sich, dass nun ein renommierter Schulleiter zu die Goetheschule übernimmt. Mit frischem Wind kann er die Goetheschule, welche in letzter Zeit unter sinkenden Schülerzahlen litt, wieder auf Erfolgskurs bringen. Denn Erfolg für eine Schule ist der Erfolg ihrer Schüler.

 

Offener Brief an Herrn Irmer


Sehr geehrter Herr Irmer,

in Ihren Ausgaben des Wetzlar Kuriers und in Ihren Reden warnen Sie immer wieder vor den Problemen, die Asylbewerber*innen angeblich mit sich bringen. Zudem wählen Sie bei diesen und auch anderen Punkten oft, so sagen Sie es selbst, Formulierungen, die nah an der Grenze zum „scheinbar politisch Inkorrekten“ liegen. Als Angehöriger des Landtages haben sie jedoch dem schwarz-grünen Koalitionsvertrag zugestimmt, der ausdrücklich eine „Willkommens- und Anerkennungskultur“ beinhaltet. Wir schlagen Ihnen deshalb vor, dass Sie sich dringend diese Absätze zu Gemüte führen und kritisch reflektieren, ob Ihre Äußerungen in letzter Zeit, sowohl Inhalt als auch Ausdrucksweise betreffend, dieser Vereinbarung entsprechen.

Zwar betonen Sie immer, man dürfe die Asyldebatte nicht tabuisieren und den Rechtsextremen überlassen, doch tatsächlich tabuisiert niemand eine Debatte über Asylbewerber*innen. Im Gegenteil, die meisten Verantwortlichen versuchen, eine Debatte auf Grundlage fundierter, inhaltlicher Argumente zu führen.

Fragen Sie sich darum doch bitte zuerst selbst, ob Sie einen konstruktiven Beitrag zu diesen Themen leisten, oder ob Sie nicht viel eher Öl in ein von der NPD und anderen extrem Rechten geschürtes Feuer gießen.

 

Mit freundlichen Grüßen,

die Grüne Jugend Lahn-Dill